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Grundschule Hille

192 Grundschüler singen, spielen und tanzen Geschichte von Josef / Aula der Verbundschule platzt aus allen Nähten

VON STEFANIE BOLLMEIER

 

Hille (mt). Vor solch einer Kulisse hätte wohl jedes Kind Lampenfieber gehabt: Die Aula der Verbundschule Hille platzte aus allen Nähten, als die Grundschule Hille am Sonntag das Musical "Joseph, ein echt cooler Träumer" aufführte.

Ein cooler Josef: Er ließ sich von keiner Frau schöne Augen machen.

Doch schon nach den ersten Klängen der Titelmelodie "Cooler Träumer" war von Anspannung keine Spur mehr. Rund 190 Kinder legten eine bühnenreife Aufführung hin, die dem einen oder anderen Besucher sicherlich Gänsehaut bereitete. Während einer Projektwoche hatten sich die Schüler auf diese Aufführung vorbereitet. Unter der Gesamtleitung von Bianca Schäfer hatten die Kinder gesungen, Theater gespielt, Kulissen gebaut und sogar eine Extra-Ausgabe der Schülerzeitung herausgebracht.

Verrat und Vergebung

Ein toller Hüftschwung: Die Grundschüler hatten schwierige Tänze eingeübt.

Die Geschichte von Josef führt nach Ägypten in die Welt der Pharaonen. Es geht um Träume, Leidenschaft, Verrat, Lüge und Vergebung. Die Geschichte an sich ist zwar alt, aber keinesfalls angestaubt. Und entsprechend zeitgemäß wurde sie auch erzählt. Schulleiterin Helga Wittenfeld kündigte Josef als "einen Typ aus der Bibel mit Draht zu Gott" an. Der Schulchor sang fetzige Lieder und die Tanzgruppe zeigte sogar gekonnt einen orientalischen Bauchtanz.

Bunt und aufwendig: Die Kinder hatten für die Aufführung am Sonntag beeindruckende Kulissen und Kostüme entworfen. | Fotos: Stefanie Bollmeier

Die liebevoll gestalteten Kulissen, die aufwendig gearbeiteten Kostüme und nicht zuletzt der "coole" Aaron Wittemeier (spielte den Josef) machten das Musical zu einem Gesamtkunstwerk. Da störte es auch nicht weiter, dass unter dem roten T-Shirt der Ernte-Helferin noch das Kleid der schönen Tänzerin hervorblitzte - die Schüler mussten schließlich innerhalb kürzester Zeit in die verschiedensten Rollen schlüpfen.

Josef, der schon in frühester Kindheit seine Gabe entdeckt hatte, Träume deuten zu können, durchlebt in der Geschichte ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst von seinen Brüden als Sklave nach Ägypten verkauft, steigt er dank seiner Traumdeutungen bis zum Minister auf. Und schließlich kommt es sogar zur erhofften Versöhnung mit seiner Familie.

Den Kindern war der Spaß an der Aufführung auf jeden Fall anzumerken. Die Solosänger wuchsen über sich hinaus, der Chor strahlte mit seiner Leiterin Bianca Schäfer um die Wette, die Tänzer achteten hoch konzentriert auf synchrone Schritte und die Schauspieler füllten die Geschichte mit Leben.

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